Seite wählen

Gesundheitsdienst

Leistungsangebot

Im Grundsatz sollen für UM die gleichen Angebote der Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung stehen, wie für Jugendliche, die im Kanton St. Gallen leben und das dortige Schulsystem besuchen. Dabei ist zu beachten, dass die Art und Weise, wie diese Inhalte vermittelt werden und gegebenenfalls auch welche Schwerpunkte im Vordergrund stehen, auf die spezifische Zielgruppe angepasst werden mussten. Good Practice-Beispiele aus anderen Kantonen waren und sind dazu ebenso hilfreich wie Erfahrungen aus dem Ausland.

Der Gesundheitsdienst des Internats orientiert sich an den Richtlinien des Bundes, wobei bereits seit 2018 sämtliche erfüllt werden. Darüber hinaus hat die psychologische Versorgung einen grossen Stellenwert, da davon ausgegangen werden kann, dass bis zu 80% der Klientinnen und Klienten psychische Schwierigkeiten haben. Zudem bildet die gesundheitliche Versorgung für jeden Einzelnen persönlich die Basis für eine erfolgreiche Integration in die Schweizer Gesellschaft.

Organisation Gesundheitsdienst Zentrum für UM und Aussenwohngruppen

Zur Sicherstellung dieser gesundheitlichen Versorgung wurde die Struktur des Internats mit einem dezidierten Gesundheitsdienst ausgestattet. Neben Fachpersonal der gesundheitlichen Betreuung sind psychologisch und psychiatrisch ausgebildete Fachpersonen angestellt. Insbesondere besteht ein Therapieangebot für PTBS (Posttraumatische Belastungsstörungen) sowie andere Störungsbilder. Des Weiteren wird mit der KJPD und der Klinik Sonnenhof in Ganterschwil zusammengearbeitet. Der hohe Stellenwert der medizinischen Versorgung war mitbestimmend für die organisatorische Aufstellung des Zentrums. Der Gesundheitsdienst wird im Organigramm deshalb als eigener Hauptbereich aufgeführt.

Organisation des Zugangs zur Gesundheitsversorgung in den Asylunterkünften

Die Schlüsselstellen in der Organisation und Sicherstellung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung sind die medizinischen Eintrittsinformationen mit Terminvergabe für eine Erstkonsultation, das Angebot von Sprechstunden in den Zentren durch Pflegefachpersonen und die Zusammenarbeit mit primären Grundversorgern, den sogenannten Zentrumsärzten.

Mit der Sicherstellung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung kommt den Betreibern der Asylunterkünfte des Bundes und der kantonalen Kollektivunterkünfte eine wichtige Funktion an der Schnittstelle zwischen Zentrum und der medizinischen Grundversorgung und den Spitälern und Fachspezialisten zu. Unser Impfplan orientiert sich an den Bundesvorgaben.
Es kann davon ausgegangen werden, dass alle Klientinnen und Klienten, welche das Internat Marienburg verlassen, gesundheitlich stabil und bei Bedarf entsprechende Therapien initiiert worden sind.

Serge
Baumgartner

Leiter Integration